Düsseldorf, 1:45h.
Schöne Menschen nippen an viel zu teuren Mojitos.
Geld, Job, Dauerregen – nicht jetzt. Nicht hier. Alles ist vergessen. Was zählt, ist der Sound.
Flirrende Analogsynthies, wabernde Orgeln, treibende Beats.
Diese Stimme, neben der man morgens aufwachen möchte. Seine Sinne auf die Reise schicken. Nur sich selbst feiern. Machen, was man immer schon wollte. Sich einfach gehen lassen. Wissen, was gut ist. Ohne Kompromisse.
Mit dieser unendlichen Leichtigkeit.
Das ist DKDENT
Dekad’enz, [frz. décadence], (…) dekad’ent: (…)
„Kult des Verderbtschönen“ (Brockhaus 1973)
„Wir sind DKDENT – und wir heißen auch so!“…so das Köln-Düsseldorfer Duo Dirk Krause (Düsseldorf; Keyboards) und Stephanie Baudler (Köln; Gesang).
Dirk kann bereits auf eine bewegte musikalische Vergangenheit im Industrial- und EBM-Bereich zurückblicken, während Stephanie sich bisher eher im Jazz und Soul Zuhause fühlte. Durch eine Zeitungsanzeige mit der Überschrift „Sängerin für skurriles Pop-Projekt gesucht“ trafen im Februar 2002 diese beiden höchst unterschiedlichen musikalischen Richtungen aufeinander – und sie ergänzen sich perfekt!
Das gesamte Programming stammt von Dirk: Auf seinem Dachboden voller alter Keyboards, Effekte und Synthesizer bastelt er die Stücke, Stephanie ist dann für den Gesangspart zuständig: „Text und Melodie ergeben sich fast wie von selbst, jedes Stück ist eigentlich ein kleiner Film.“
Dies macht sich auch auf der Bühne bemerkbar: Dirks Schwäche für analoge Instrumente und ausgefallene Samples sowie Stephanies mädchenhafter Gesang – mal frech und übermütig, mal zärtlich und einschmeichelnd – werden durch ausgefallene Instrumente und liebevoll ausgesuchte Bühnenaccessoires unterstrichen. So greift Stephanie für ein Lied über eine französische Jugendliebe schon mal zum Akkordeon oder Dirk bringt seine heißgeliebte Elektromelodica zum Einsatz: „Spaß muß unsere Musik schon machen!“
Im Kölner „Studio Be“ wurden inzwischen die Songs für das erste DKDENT-Album eingespielt, die nur noch auf den letzten Schliff warten. Dafür schickte Dirk im Dezember 2005 einige Songs an Bob Kraushaar nach London, der - neben Arbeiten für die Pet Shop Boys, Erasure, Kylie Minogue und anderen - auch für die Mischung eines Albums seiner ehemaligen Band verantwortlich zeichnete. Bob gefielen die Songs so gut, dass man übereinkam, dass er einige davon mischen sollte. Die ersten Stücke aus dieser Zusammenarbeit liegen nun vor, und es wird bald mehr von DKDENT zu hören sein...
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